Saturday, September 16, 2006

BK22 (Handelsfunktionen & Co.)

Folie 1
Die Handelsfunktionen

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Handelsfunktionen (allgemein)

- Absatzweg:
1. Produzent
2. GROSSIST
3. DETAILLIST
4. Konsument
- Handel (Grosshandel/DH) als Zwischenglied zwischen Produzent als Konsument.
- Aufgaben, die der Handel dabei zugunsten von Produzent und Konsument übernimmt = HANDELSFUNKTIONEN

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Handelsfunktionen (Einteilung)

- Überbrückungsfunktionen:
1. Räumlich: Transportfunktion
2. Zeitlich: Lagerfunktion
3. Finanziell: Kreditfunktion
4. Risikobezogen: Risikofunktion
- Warenfunktionen:
1. Quantitativ: Mengenfunktion
2. Qualitativ: Weiterbehandlung

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Transportfunktion/ Lagerfunktion

- Transportfunktion: Der Handel transportiert die Güter vom Produzent zum Konsument.
- Lagerfunktion: Der Handel schafft einen zeitlichen Ausgleich zwischen Produktion und Konsum. Positiver Effekt: Ausgleich von Produktions- und Nachfragespitzen und damit Einengung von Preisschwankungen

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Kreditfunktion/ Risikofunktion

- Kreditfunktion: Sofern Kredit gewährt wird: Finanzielle Überbrückung: Positiver Effekt auf die Wirtschaft
- Risikofunktion: Tragung des Absatzrisikos bei einem Artikel. Die Produzenten können das Risiko, ob ein Artikel ankommt oder nicht auf den Handel überwälzen.

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Quantitätsfunktion/ Qualitätsfunktion

- Quantitätsfunktion: Besteht darin, dass der DH die Nachfrage erzeugt: Alle Tätigkeiten der Verkaufsförderung und Werbung, d.h. Massnahmen, die den Verkauf ankurbeln
- Qualitätsfunktion: Besteht darin, dass der DH die Produkte weiterbehandelt : Tätigkeiten wie Abpacken, Beratung, Kundendienste, Information, Weiterentwicklung des Sortiments, Anpassen der Preise und dgl.

Anmerkung:
Es ist nicht immer einfach zu entscheiden, ob eine Tätigkeit die Quantitäts- oder Qualitätsfunktion beschlägt. In solchen Fällen ist eine Gewichtung vorzunehmen.
Bsp: Wenn z.B. "Interdiscount" ihre Verkäufer in einen Weiterbildungskurs über Unterhaltungselektronik schickt, um die Kunden besser beraten zu können, wird zwar einerseits die Qualitätsfunktion gestreift (Beratung) aber auch die Quantitätsfunktion, das durch bessere Beratung vielleicht auch mehr verkauft werden kann. Hier liegt das Gewicht aber eindeutig auf der besseren Beratung, d.h. diese Tätigkeit muss der Qualitätsfunktion zugeordnet werden.

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Funktioneller und institutioneller Handel

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Funktioneller Handel

- Funktioneller Handel = Es wird produziert und verkauft.
- Der Handel innerhalb des Betriebes steht erst in der zweiten Reihe hinter der Produktion : Deshalb auch „angegliederter Handel“ genannt
- Typisches Beispiel: Metzgerei

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Institutioneller Handel

-Institutioneller Handel = Handel, d.h. Kauf und Verkauf von Waren als einzige Tätigkeit des Betriebes.
- Keine oder nur sehr untergeordnete zusätzliche Produktion von Gütern wie beim funktionellen Handel
- Typische Beispiele: „Coop“, „Migros“, usw.

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Die Formen des Grosshandels

Unterscheidung der Grosshandelsbetriebe nach
- Sortiment
- Verkaufsprinzip
- Veredelungsgrad der Produkte
- Merke: Grosshandelsbetriebe können durchaus mehrere der folgenden Formen in sich vereinen.

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Sortimentsgrosshandel

- Breites bis sehr breites und eher flaches Sortiment einer bestimmten oder mehrerer miteinander zusammenhängender Branchen, quasi das Anbieten eine fertigen Sortiments für eine Bestimmte oder mehrere Branchen
- Haupttätigkeit: Belieferung des Detailhandels
- Bsp.: Sanitärgrosshandel „Sanitas Trösch“

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Spezialgrosshandel/ Bedarfsorientierter GH

Spezialgrosshandel:
- Beschränkung auf eine ganz bestimmte Produktegruppe
- Sehr schmales aber sehr tiefes Sortiment
- Quasi verlängerter Arm der Produzenten
- Bsp.: CD- Vertrieb von „EMI“
Bedarfsorientierter Grosshandel:
- Anwendungsbezogenes, stark kundenorientiertes Sortiment einer Bedarfsgruppe

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Abholgrosshandel

Abholgrosshandel
- Erstellen einer Lagerhalle auf der „grünen Wiese“, an verkehrsgünstiger Lage.
- Detaillisten, Gewerbetreibende und dgl. kaufen in Selbstbedienung in grösseren Mengen ein, d.h. holen die Waren ab.
- Bsp.: „CC Prodega“

Folie 14
Aufkaufsgrosshandel/ Absatzgrosshandel

Aufkaufsgrosshandel
- Meist werden Rohstoffe aufgekauft und an die Produzenten weiterverkauft. Für den DH weniger wichtig.
Absatzgrosshandel
- Grosshandel, der sich v.a. auf den Absatz an den DH spezialisiert hat, d.h. Sortiments- und Spezialgrosshandel gehören immer in diesem Gruppe

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Rohstoffgrosshandel/ Fertigwarengrosshandel

Rohstoffgrosshandel:
- Grosshandel mit unverarbeiteten Produkten
- z. B. Handel mit Baumwolle
Fertigwarengrosshandel:
- Grosshandel mit Fertigfabrikaten
- z.B. Handel mit Kleidern

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