Saturday, September 16, 2006

SWK12 (Wirtschaftordnungen 1)

Folie 1
Die Wirtschaftsordnungen

Folie 2
Grundproblematik

Fragestellungen:
- Nach welchen Regelen soll die Volkswirtschaft eines Landes funktionieren?
- Welche Rolle soll der Staat bezüglich der Wirtschaft einnehmen?
- Wie gross darf oder soll der Einfluss des Staates auf die Wirtschaft sein?
- Frage nach der Wirtschaftsordung

Folie 3
Denkmodelle

1. Freie Marktwirtschaft (Idee des Kapitalismus)
- Der Markt wird bestimmt von Angebot und Nachfrage, keine Einmischung des Staates (sog. „Nachtwächterstaat“)
2. Planwirtschaft (Idee des Sozialismus)
- Der Staat plant, was produziert wird, wie die Güter verteilt werden, d.h. kontrolliert die Wirtschaft zu 100%.

Folie 4
Bedeutung der beiden Denkmodelle

- Freie Marktwirtschaft: Weltweit vorherrschendes Modell in der Form der „sozialen Markwirtschaft“.
- Planwirtschaft: Praktisch bedeutungslos, bis 1991 in Osteuropa bzw. allen sozialistischen Staaten, heute nur noch in Staaten wie Nordkorea und Kuba.

Historische Anmerkung:
Die Planwirtschaft wird durch den Staat geprägt, d.h. er befiehlt und liefert die Vorgaben. Private Initiative und der Erhrgeiz der Privaten etwas zu erreichen werden in der Planwirtschaft nicht gefördert bzw. im Gegenteil bekämpft, das Einzige, was zählt ist die Erfüllung des Plans bzw. des vorgegebenen "Solls". Dies führt dazu, dass in den Planwirtschaften Ineffizienz an der Tagesordnung ist. Genau dieser Umstand wurde den ehemaligen sozilistischen Staaten Osteuropas angangs der 90- Jahre zum Verhängnis und erklärt auch, warum diese Staaten bis heute z.T. wirtschaftlich weit hinter den westeuropäischen Staaten hinterherhinken. Als Beispiel sei die folgende Tatsache angeführt: Slowenien ist der aktuell reichste Staat des ehemaligen Ostblocks, mit einem Pro Kopf- Einkommen von ca. $14'000/Jahr erreicht dieses aber nicht einmal die Hälfte des Pro Kopf- Einkommens Österreichs ($32000/Jahr).

Folie 5
Wirtschaftsordnung in der Schweiz I

Wirtschaftsordnung der sog. „sozialen Marktwirtschaft“
- Soziale Marktwirtschaft = Die Wirtschaft reguliert sich selber, wo dies nicht funktioniert greift der Staat ein.
- Bsp. für staatliche Eingriffe: Arbeitsgesetze, Verbot von Kartellen, Ausrichten von Subventionen an Bauern, usw.

Folie 6
Wirtschaftsordnung in der Schweiz II

- Grundidee: Der Staatsektor ist für die Kollektivbedürfnisse zuständig (Bsp. Autobahnbau), der Privatsektor für die Einzelbedürfnisse (z.B. Lebensmittel).
- Dazu: Der Staat greift in den Privatsektor ein, sofern notwendig, erlässt also z.B. Arbeitsgesetze.
- Staatssektor und Privatsektor spielen aber weitgehend nach eigenen Regeln.

Folie 7
Die Wirtschaftsstruktur

Frage: Welches Gefüge herrscht innerhalb einer Volkswirtschaft?
Einteilung in drei Strukturbereiche:
1. Produktionsstruktur: Wie gross ist die Bedeutung der einzelnen Branchen?
2. Regionalstruktur: Welche wirtschaftliche Bedeutung haben die einzelnen Regionen?
3. Arbeitsmarktstruktur: Wie viele Leute arbeiten in den einzelnen Wirtschaftssektoren?

Folie 8
Die Wirtschaftsstruktur in der Schweiz

1. Produktionsstruktur: Hauptgewicht auf Finanzbranche, Chemie, Uhren
2. Regionalstruktur: Stark sind v.a. die Städte, Randregionen wie z.B. der Jura bleiben zurück.
3. Arbeitsmarkstruktur: Überwiegende Mehrheit arbeitet im Dienstleistungssektor

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