Sunday, November 05, 2006

BK27 (Strukturwandel im DH der Schweiz)

Folie 1
Die Strukturen des schweizerischen DHs

Folie 2
Detailhandelsstrukturen in der Schweiz 2001 I

Einige Fakten:
- 51‘000 Arbeitsstätten/ 324‘000 Beschäftigte (8,8% aller Arbeitnehmer)
- Hoher Frauenanteil (65%), hoher Anteil an Teilzeitlern (39%)
- Grosser Teil der Verkaufsfläche in den Händen der Ladenketten
- Relativ hohe Dynamik des DHs bei relativ geringen Schwankungen bei der Mitarbeiterzahl

Folie 3
Detailhandelsstrukturen in der Schweiz 2001 II

Trends im Schweizer DH:
- Läden mit grosser Verkaufsfläche und wenig Beschäftigten gewinnen an Bedeutung (siehe „Aldi“)
- Trend hin zu Kosteneinsparung und grösserer Effizienz, v.a. Zunahme der Bedeutung der Discounter („Aldi“, „Denner“)
- Verlagerung des DH immer mehr in die Agglomeration (Sightseeing in Dietlikon zu empfehlen)

Folie 4
Die Veränderung des Detailhandels seit 1960

Gründe für den Strukturwandel im DH:
- Massenmotorisierung ab ca. 1960
- Aufkommen der Selbstbedienung
- Erwerbstätigkeit der Frau
- Bevölkerungszunahmen
- Gestiegener Wohlstand
- Verändertes Freizeitverhalten

Folie 5
Motorisierung

- Zunehmende Motorisierung ab Ende der 50er
- DH verbreitete sich auch in den Agglomerationen > Entstehung von Einkaufszentren (Bsp. „Glatt“)
- Folge: Enorme Vergrösserung der Verkaufsfläche
- Einkaufszentren als „Kinder des Autobahnbaus“ in den 60er/ 70er Jahren

Folie 6
Selbstbedienung / Aufhebung der Preisbindung

Selbstbedienung:
- Erstmals übernommen 1948 von der „Migros“
- Heute dominierende Verkaufsform, v.a. bei den Lebensmitteln
- Folgen: Zeitersparnis beim Einkauf/ Erhöhtes Preisbewusstsein bei den Konsumenten
Aufhebung der Preisbindung:
- Aufhebung der staatlichen Preisbindung für Markenartikel 1964
- Aufkommen der Discounter („Denner“ 1968)

Folie 7
Erwerbstätigkeit der Frau

- Zunehmende Verwässerung der traditionellen Rollenverteilung in der Familie in den 60er
- Frauen begannen ebenfalls zu arbeiten
- Folge: Zwei Einkommen > Mehr Geld zur Verfügung bzw. zum ausgeben
- Trivia: Frauenstimmrecht in der Schweiz erst 1971 (!)

Folie 8
Gestiegener Wohlstand/ Bevölkerungszunahme usw.

Bevölkerungszunahme:
- Starke Zunahme ab ca. 1950 (sog. „Baby Boomer“- Generation bis ca. 1965)
Gestiegener Wohlstand:
- Durch Erwerbstätigkeit der Frau und Hochkonjunktur von 1950 - 1973
Verändertes Konsum/Freizeitverhalten:
- Mehr Freizeit, technische Veränderung (z.B. Kühlschrank) >Neue Betriebsformen

Folie 9
Tendenzen/ Zukunftsaussichten im DH I

Citylagen sind weiterhin attraktiv:
- Schwächung der Citylagen durch Aufkommen des DHs in den Agglos und Bevölkerungsabwanderung machte Anpassung nötig
- Heute: Citylagen v.a. interessant für Anbieter von Non Food- Konsumgüter (Kleider/ Schmuck usw.), weniger für Lebensmittel
- Bsp. für diese Entwicklung: Winterthurer Altstadt

Folie 10
Tendenzen/ Zukunftsaussichten im DH II

Selbstständige Lebensmitteldetaillisten wie weiter?
- Konkurrenzdruck macht fürs Überleben Zusammenschlüsse notwendig, z.B. in Einkaufsgesellschaften
- Vorteil gegenüber Grossverteilern: Bessere Kundenbetreuung/dienste
- Ausnützen dieses Vorteils macht Überleben auch in Zukunft möglich

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